Workshop:
1. Erstellung von Zuschnittzeichnungen
2. Übertragung von Zuschnittzeichnungen

Um CAD-Zeichnungen zur Steuerung von Maschinen verwenden zu können, müssen diese bestimmte Kriterien erfüllen:
* Maßstab 1:1
* Volle Linie, Linienstärke 0 (nicht strichliert...)
* Linienfarbe schwarz
Es werden immer ganze Teile (mit Außenumfang) geschnitten. Die zu schneidenden Konturen müssen geschlossen sein.
Der Teil muß mit einem Abstand von 10 mm zum Tafelrand (in Ausnahmefällen 5mm) aus einer Blechtafel zu schneiden sein.

Unter den sichtbaren Konturen dürfen keine weiteren Konturen oder Bruchteile von Elementen versteckt liegen.

Einschnitte für Kantungen werden als umlaufende Kontur gezeichnet.
Der Abstand von Innen- und Außenkonturen zueinander kann ausschlaggebend für das Schneidergebnis sein. Teile oder Abfälle, die so kippen können, daß sie nach oben stehen und damit den Schneidkopf berühren, verursachen Schäden am zu schneidenden Teil oder sogar am Schneidkopf oder der Maschine.
Die Längsachse Ihres Bildschirmes entspricht der Längsachse der Maschine bzw. des Bleches.
Das Blech liegt auf quer zur Maschine liegenden Schneidrosten auf. Schmale Teile (unter 80 mm Breite) können kippen und zwischen die Rostlamellen fallen. Auch hier kann es zu Beschädigungen von Werkstück und Maschine kommen.
Bei Zuschnitten von Niro-Materialien kommt es häufig auf die Schliffrichtung an. Die Schliffrichtung der handelsüblichen Bleche liegt standardmäßig parallel zur Längsachse Ihres Bildschirmes. Mit der gezeichneten Lage Ihres Teiles legen Sie also die Schliffrichtung fest.
Teile, die zu kanten sind, müssen in der richtigen Abwicklung gezeichnet werden. Zu beachten ist hier, daß die Abwicklungskorrektur auf das jeweils verwendete Werkzeug (und Maschine) berechnet werden muß.
Datenübergabe an den Schneidbetrieb:
Jeder zu schneidende Einzelteil wird als einzelne Datei abgespeichert. Diese Datei darf nur die zu schneidenden Konturen beinhalten. Zusätzliche Texte, Kontrollmaße, Toleranzen etc.. übersenden Sie bitte als Beilage zu den Schneiddateien. Die Dateien sollten eindeutig den Namen haben, den Sie in Ihrer Bestellung anführen. Für die wiederholte Fertigung von Teilen ist es unabdingbar, daß der Name nur einmal vorkommt.
Eine Verschachtelung erfolgt mittels des ohnehin nötigen Programmiersystems. Damit wird auch die höchstmögliche Materialausnutzung unter Beachtung der nötigen Parameter erreicht. Bereits im CAD auf Blechtafeln verschachtelte Zuschnitte müssen mühsam auf Einzelteile aufgesplittet werden!
Die meisten Programmiersysteme verwenden die Datenschnittstelle DXF.
Viele Programme werden laufend geändert und verbessert. Dies hat jedoch zur Folge, daß etliche Programme nicht mehr so problemlos zueinander passen, wie man es gerne hätte. Wenn Sie Ihre Daten im Format 8.3 (8Zeichen.DXF), wenn möglich in Version AutoCAD 12 weitergeben, werden Sie die wenigsten Probleme haben. Sonderzeichen, Umlaute, Punkte im Dateinamen etc.. sollten Sie nicht verwenden.
Bitte beachten Sie auch die einwandfreie Bezeichnung Ihrer Teile. Die nötigen Zusatzinformationen wie Stückzahlen, Material, Blechdicke, Termin etc.. legen Sie bitte in einem eigenen Schreiben oder einfach im mailtext bei.
Bei größeren Datenmengen, bei Übertragungsproblemen und bei Verwendung eines langsamen Modems empfiehlt es sich, die Daten zu zippen. Komprimierprogramme erhalten Sie am besten als Beigabe zu PC-Zeitschriften oder im Internet.
Preiserstellung:
Preise auf Grundlage von Skizzen zu erstellen, ist immer ungenau. Einen einwandfrei berechneten Preis erhalten Sie, wenn schon als Angebotsgrundlage eine verarbeitbare Zeichnung vorliegt. Gerade bei größeren Mengen zahlt sich eine Vorprogrammierung, also eine Preiserstellung mittels Programmiersystem aus.